5 Spezialitäten, die du in Amsterdam probieren musst

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5 Spezialitäten, die du in Amsterdam probieren musst

Die meisten Besucher Amsterdams wissen vor ihrem Aufenthalt nur sehr wenig über niederländisches Essen. Je nachdem wo sie herkommen, haben sie mitunter schon das ein oder andere gummiartige Gouda- oder Edamerimitat probiert oder denken, dass die Leute hier Haschkekse zum Frühstück naschen. Zum Glück ist nichts davon wahr. Dennoch sind niederländische Spezialitäten international noch recht unbekannt, was sie bei einem Besuch natürlich zu einem ganz besonderen Abenteuer macht. Hier zeigen wir Ihnen fünf Gerichte, die Sie unbedingt probieren müssen, wenn Sie nach Amsterdam kommen.

Stroopwafels

Beginnen wir mit dem Dessert, genauer gesagt einem süßen Snack, der zu jeder Tages- und Nachtzeit schmeckt. Stroopwafel heißt wörtlich übersetzt „Sirupwaffel“ und besteht aus einer gewürzten Waffel, die in zwei Hälften geschnitten und dann mit einer Karamellschicht gefüllt wird. Man bekommt sie auch bei Starbucks, aber sicherlich haben Sie sie noch nie frisch vom Waffeleisen probiert. Das Karamell ist wohlig warm und fließt geradezu aus der Waffel heraus. Probieren kann man die Waffeln in der Bäckerei Lanskroon an der Singelgracht und an diversen Marktständen (auf dem Foto ist Wonder Waffle auf dem Markt an der Lindengracht zu sehen). Sie sind viel besser als ihre in Plastik gepressten Cousins aus der Fließbandproduktion und geben eine perfekte nachmittägliche Zwischenmahlzeit ab.

Bitterballen

Bitterballen sind innen glühend heiß und schmecken am besten zu einem Bier – und das nicht nur, weil man sich zwischen den Bissen nach einer Abkühlung sehnt. Bitterballen lassen sich nur schwer beschreiben, weil ihre Rezeptur relativ ungewöhnlich ist. Stellen Sie sich eine runde Fleischkrokette vor; die Panade wird bis zur goldbraunen Perfektion frittiert, während sich die Fleischmasse im Inneren dem Schmelzpunkt annähert. Lassen Sie sie am besten fünf Minuten abkühlen, bevor sie in Senf getaucht und anschließend genüsslich verzehrt werden. Bitterballen bekommen Sie in so gut wie jedem Café in der Innenstadt. Die Nahrungssuche gestaltet sich also relativ einfach.

Gouda (der echte!)

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund wollen die Holländer ihren besten Käse offenbar für sich behalten und exportieren nur die schlechtesten Exemplare. Deshalb können sie echten Gouda wirklich nur in den Niederlanden kennenlernen. Er reift bis zu zwei Jahre und bekommt so eine salzig-körnige, beinahe kristalline Struktur, die an edlen Parmigiano Reggiano erinnert. Falls das für Ihre Geschmacksknospen zu viel ist, gibt es auch diverse jüngere, zugänglichere Varianten, die unglaublich cremig sind und einfach nach mehr schmecken – und so gar nichts mit ihren Plastikkollegen aus dem heimischen Supermarkt zu tun haben. Die Niederländer mögen ihren Käse übrigens mit Senf, dazu ein Bier. Kommt Ihnen das nicht irgendwie bekannt vor?

Hering

Wer gerne Sashimi isst, wird den rohen Hering lieben, der auf Märkten und in Fischgeschäften in der ganzen Stadt angeboten wird. Der Hering wird nicht eingelegt, sondern gepökelt, schmeckt also nicht nach Essig, wie es bei Rollmops oder Bismarck-Hering der Fall ist. Und er ist auch nicht so salzig wie man es erwartet. Die beste Zeit für Hering ist Anfang Juni, wenn „Hollands Nieuwe“ (die neuen Heringe also) von der Nordsee kommen. Er schmeckt natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit. Die Amsterdamer essen ihn zusammen mit rohen Zwiebeln. Er eignet sich also eher weniger für erste Dates.

Indonesische Rijsttafel

Klingt vielleicht nicht besonders holländisch, müssen Sie in Amsterdam aber unbedingt probieren. Indonesien war lange eine niederländische Kolonie, weshalb sich in der Stadt zahlreiche indonesische Restaurants finden, die „Rijsttafel“ servieren. Dabei handelt es sich eigentlich um eine holländische Erfindung, denn in Indonesien kennt man das Gericht in dieser Form nicht. Das ganze eignet sich perfekt, um aus vielen verschiedenen Kleinigkeiten ein echtes Festmahl zu machen. Die wörtlich übersetzt „Reistafel“ genannte Spezialität wird mit Dutzenden kleiner Gerichte gereicht, die die gesamte Schärfepalette von mild bis extrascharf abdecken und mit Reis gegessen werden. Wie man in Holland sagt: „Eet smakelijk!“

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