Münchner Maharajas – Indisch Essen in der bayerischen Hauptstadt

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Jeder kennt ihn, jeder hat ihn, jeder denkt, seiner ist der Beste: Der Lieblings-Inder!

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Eine Großstadt kann da schon so undurchsichtig werden wie die Straßen von Mumbai und bei all der Auswahl an indischen Restaurants kann einem die Entscheidung schwerfallen. Vor allem, wenn jedes zweite Lokal Ganesha, Mumbai, Little India oder Neu Delhi heißt…! Und dann wäre da noch die Einrichtung: Glitzernde Serviettenhalter, Wandfarben von Blau zum Dunkelrot, perfekt gebügelte Tischwäsche in Rosa, Rüschenvorhänge, Hindu-Figuren, Kellner in Fracks – Urbanes Designkonzept? Fehlanzeige! Indische Restaurants sind oft ein nicht zusammenhängendes Sammelsurium an Stilrichtungen, in denen man sich schon fast verloren vorkommen kann.

Kein Wunder, dass sich inzwischen einige das Essen lieber nach Hause bestellen, dabei sind viele indische Restaurants echte versteckte Perlen!

Vielleicht ist es aber ein klein wenig so wie in Indien selbst mit seiner wirren, vielschichtigen, langen Geschichte und all seinen Farben, Gerüchen, Aromen, Kulturen und Dialekten. Man muss sich durchprobieren, man muss erforschen, man muss sich trauen und manche Dinge sind auf den ersten Blick nicht wie sie scheinen.

Um euch in dem exotischen Geschmackswirrwarr zu helfen, hier ein paar Tipps für gute, indische Restaurants in München und Umgebung:

Das Suhag in München

Das Suhag, von den Machern des Sangeet, hat seine Türen brandneu im Stadtteil Giesing eröffnet. Die Dinu-Familie steht auch mit seinen anderen Häusern für gute, indische Küche und setzt hierbei Maßstäbe für die ganze indische Gastro-Szene in München.

Das Lokal liegt direkt an der S-Bahn St.Martin-Straße und eine Reservierung empfiehlt nicht nur Freitags und Samstagabend, sondern auch Mittags an Wochentagen! Die Einrichtung ist typisch unauffällig, rote Töne dominieren das Farbbild.

Die Speisekarte ist lang und lockt mit exotischen Variationen und altbekannten Gerichten. Die Favoriten: Gemüse Pakoras mit vier köstlichen Dips als Vorspeise (5,90€), dazu Knoblauch-Naan (3,90€).

Die Hauptspeisen sind ein echter Querschnitt durch den indischen Subkontinent: Egal ob Huhn oder Lamm, Ente, Fisch oder vegetarisch, es gibt alle Arten von Masalas, Tandooris und Biryanis. Ein echter Geheimtipp? Das Dahi Ghosht, gekochtes Lammfleisch in einer zarten, milden Yoghurt-Curry-Mandelsauce (16,90€). Ein Genuss für alle, die es auch weniger scharf mögen!

Abgerundet wird das Mahl durch ein Glas Mango-Lassi (3,90€) oder Kulfi, Milch mit Maismehl und Pistazien (4,90€).

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Mehr Lieblingsinder in München

Ganga

Das Ganga ist spezialisiert auf Gerichte aus Nordindien und liegt verkehrsgünstig gelegen im Glockenbachviertel von München. Die Einrichtung ist schon fast stimmig: Es gibt viel Rot (natürlich), dunkles Holz und goldene, verschnörkelte Bilder. Das Thali kostet hier nur 11,90€ und lädt somit auch zum schnellen Probieren ein.

Hier geht es zum Ganga!

Sangeet

Das bereits erwähnte Sangeet ist wie das Suhag auch im Besitz der Dinu-Familie. Anders als das jüngst eröffnete Restraunt in Giesing liegt es absolut zentral am Odeonsplatz und bietet die bekannte Qualität und Auswahl der Dinu-Restaurants.

Hier geht es zum Sangeet!

Maharani in Ottobrunn

Das Maharani in Ottobrunn ist jederzeit eine kleine Autofahrt wert. Das kleine Restaurant überzeugt vor allem mit seinem eigenen Lehm-Ofen, aus dem die köstlichsten Tandooris gezaubert werden. Laufkundschaft gibt es so gut wie keine, dafür muss abends immer reserviert werden. Der Geheimtipp ist in der Umgebung längst keiner mehr!

Hier geht es zum Maharani!

Dhaba

Das Dhaba gibt es gleich zwei Mal in München: In der Belgradstraße und an der Münchner Freiheit. Letzteres überzeugt mit einem gelungenen Einrichtungskonzept, einer schönen Website und natürlich mit phänomenalem Essen! Besonders attraktiv ist hier auch die Mittagskarte, so dass sich ein Abstecher während der Arbeitszeit oder des Sightseeings lohnt.

Hier geht es zum Dhaba!

(Mehr Restaurantipps für München gibt es auch auf dem Münchner Reiseblog notyourcomfortzone.com )

Und was essen?

Indiens Essen ist bunt, würzig, scharf, exotisch, aromatisch und so ist auch die Auswahl an Speisen in indischen Restaurants riesig!

Neben den Variationen mit Huhn, Lamm, Ente und Fisch gibt es auch noch genauso viele vegetarische oder sogar vegane Alternativen. Es gibt Gebackenes, Frittiertes, Rohes, Mildes und Scharfes. Es gibt feurige Curries, cremige Suppen, deftige Eintöpfe, fischen Salat, zartes Fleisch und allerlei kalte und warme Vorspeisen…. Ein wildes, leckeres Durcheinander! Was also auswählen?

  • Thali: Ideal für Unentschlossene und all diejenigen, die einfach voll in die indische Küche eintauchen und ein Geschmacksfeuerwerk erleben wollen! Bestellt man ein Thali, bekommt man eine Platte mit verschiedenen, kleinen Gerichten von der Karte und kann so voll und ganz auf seine Kosten kommen. Oft gibt es Thalis auch für 2 und mehr Personen, so dass man sich eine Platte auch teilen kann oder auch rein vegetarische Thalis!

 

  • Naan: Das indische Naan ist ein Fladenbrot und kann sowohl zu den Hauptspeisen gereicht, als auch als Vorspeise mit allerlei leckeren Pasten und Saucen gegessen werden? Ein echter Genuss sind dabei Naan-Brote, die mit Knoblauch oder Käse gefüllt sind!

 

  • Paneer-Gerichte: Beim Paneer (manchmal auch Panir) handelt es sich um einen indischen Frischkäse, allerdings härter, als wir ihn hier aus Deutschland kennen. Er wird nicht gesalzen und erinnert bei seiner Konsistenz an Tofu. Beliebte Gerichte mit Paneer sind z.B. Palak Paneer (ein eher milderes Gericht aus dem Käse und Spinat) oder auch Mattar Paneer (mit Kichererbsen, einer Tomatensauce, gewürzt nach Garam Masala Art).

 

  • Tandoori: Der Klassiker, wobei oft missverstanden wird, ob es sich hierbei um die typisch rote Gewürzmischung oder um eine Zubereitungsart handelt! In guten indischen Restaurants bedeutet Chicken Tandoori auch die Zubereitung in einem speziellen Backofen.

 

  • Biryani: Ursprünglich die Bezeichnung für ein persisches Reisgericht, ist Biryani heute in ganz Asien verbreitet. Typisch für die Gerichte ist gebratener Basmatireis, der mit unterschiedlichen Fleischsorten, Nüssen, Zwiebeln und Rosinen verfeinert wird.

Na, Appetit bekommen? Dann nichts wie hin – zu Eurem neuen Lieblingsinder in München!

Guten Appetit

(Und wusstet Ihr, dass es hierfür keinen Ausdruck auf Hindi gibt? Manchmal wird das Essen mit „lidschiye“ eingeleitet, aber das heißt so viel wie „Bedient euch bitte!“). Gerne!

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