Wir haben uns mit Eric unterhalten, der als Head of Change bei MEININGER Hotels tätig ist. Eric kommt ursprünglich aus Südkalifornien und hat vor seinem Wechsel in die Hotellerie unter anderem als Schauspieler und in der Managementberatung gearbeitet. Bei MEININGER Hotels sorgt er dafür, dass Wachstumsziele, Projekte und Unternehmensprozesse optimal zusammenpassen. Im Interview erzählt Eric von seinem ungewöhnlichen Karriereweg, wie er Kreativität im Job aufrechterhält, warum ihm Teamzusammenhalt so wichtig ist und wie er Beruf und Familie unter einen Hut bringt.

Hi Eric, kannst du uns ein bisschen über dich erzählen? Woher kommst du und wie bist du nach Deutschland gekommen?
Ich komme ursprünglich aus Südkalifornien und fand es schon immer spannend, andere Kulturen kennenzulernen. Nach meinem Universitätsabschluss habe ich bei einer großen Unternehmensberatung in Los Angeles gearbeitet. Irgendwann habe ich dann ganz spontan einem Kollegen aus Deutschland geschrieben, einfach um zu hören, was er so macht und ob es vielleicht Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit gibt. Während des Gesprächs hat er mich plötzlich nach meinem Lebenslauf gefragt und wollte wissen, ob ich mir vorstellen könnte, nach Deutschland zu ziehen. Ich war echt überrascht, vor allem, weil ich mich sofort entscheiden sollte. Etwas mehr als einen Monat später bin ich dann tatsächlich nach Deutschland gezogen!
Wie gefällt dir das Leben in Deutschland im Vergleich zu den USA? Hast du geplant, hier zu bleiben, oder ist es einfach so passiert?
Mir gefällt das Leben in Deutschland, aber ich hätte nie gedacht, dass ich so lange hierbleibe. Auch wenn ich gerne plane, finde ich es wichtig, flexibel zu bleiben, um unerwartete und spannende Chancen nutzen zu können.
Bevor du in die Hotellerie gewechselt bist, hattest du eine sehr vielseitige Karriere in verschiedenen Bereichen, unter anderem auch als Schauspieler. Kannst du uns ein bisschen davon erzählen?
Ich hatte echt Glück, dass meine Eltern mich schon als Kind für die Schauspielerei begeistert haben. Als ich älter wurde, habe ich in verschiedenen TV-Shows, Filmen, Werbespots, Printanzeigen und sogar bei Stand-up-Comedy-Formaten mitgemacht, wie zum Beispiel bei „Akte X“ oder „Malcolm mittendrin“.
Nach der Uni habe ich bei einer führenden Managementberatung in den USA und Europa gearbeitet, wo ich Kunden aus unterschiedlichsten Branchen betreut habe. Das reichte von Video-Interviews mit US-Botschaftern über Speechwriting für die Chefetage bis hin zur Leitung eines Teams für Mobile- und Web-App-Entwicklung. Alle diese Erfahrungen haben mir geholfen, zu lernen, wie ich Teams führe, wirkungsvoll kommuniziere und Projekte vorantreibe, die Menschen, Prozesse und Technik miteinander verknüpfen.
Wie bist du zu MEININGER Hotels und deiner aktuellen Rolle als Head of Change gekommen?
Ich bin auf MEININGER aufmerksam geworden, weil mir langfristiges Wachstum und die richtige Unternehmenskultur wichtig sind. Bei meinen Recherchen zu verschiedenen Unternehmen ist mir MEININGER Hotels sofort aufgefallen, da die Gruppe schnell wächst und Innovationen konsequent vorantreibt.
Viele Leute wissen gar nicht genau, was Change Management eigentlich bedeutet. Kannst du uns erklären, worum es dabei wirklich geht?
Manche denken, Change Management sei nur Kommunikation, dabei ist es viel mehr. Es ist das Werkzeug, mit dem erfolgreiche Unternehmen den Übergang vom Ist- zum Soll-Zustand steuern. Dabei geht es um alle Maßnahmen und Abstimmungen, die notwendig sind, damit eine Initiative erfolgreich umgesetzt und messbar bleibt.
Dazu gehört zum Beispiel, den Projekterfolg klar zu definieren, das Vorhaben sowohl technisch als auch organisatorisch zu analysieren, Trainings zu entwickeln, die Akzeptanz zu messen, Feedback von Mitarbeitenden einzuholen, Widerstände zu managen, Verantwortlichkeiten zu übertragen und die Veränderung langfristig zu verankern.

Worum dreht sich deine Arbeit als Head of Change hauptsächlich?
Ich überbrücke die Lücke zwischen den Wachstumszielen unseres Unternehmens und der Frage, wie wir sie erreichen. So stellen wir sicher, dass wir im Einklang mit unserer Expansionsstrategie skalieren können. Besonders spannend finde ich, dass ich dabei mit allen Abteilungen an unterschiedlichsten Projekten zusammenarbeite, von der Einführung neuer Software über Prozessoptimierungen bis hin zur Weiterentwicklung von Lern- und Entwicklungsprogrammen. Ich bin vom Konzept bis zur Umsetzung in jeden Schritt eingebunden.
Wie würdest du dein Team beschreiben? Was ist das Geheimnis, dass ihr so gut zusammenarbeitet?
Mein Team ist absolut fantastisch. Ich glaube, was uns so gut funktionieren lässt, ist der starke Zusammenhalt und das gegenseitige Vertrauen. Als Führungskraft ist es mir wichtig, dass mein Team alles bekommt, was es braucht, um sein Bestes zu geben—sei es Schulungen, Tools oder sonstige Unterstützung. Ich versuche auch, mein Team zu stärken, in dem ich Erfolge oder Dienstjubiläen anerkenne. Außerdem verfolge ich eine offene Tür-Politik, damit sich alle jederzeit trauen, auf mich zuzukommen, wenn sie Hilfe brauchen. Wenn Fehler passieren, konzentriere ich mich darauf, was wir daraus lernen können und wie ich helfen kann, anstatt Schuld zuzuweisen oder mich mit dem Problem aufzuhalten.
Wie bleibst du kreativ und kannst deine schauspielerische Seite auch im Job einbringen?
Ich habe viele Gelegenheiten, meine Kreativität sowohl im Job als auch privat auszuleben. Bei der Arbeit durfte ich zum Beispiel die M-Days-Zeremonie in Berlin eröffnen, das größte Event des Jahres bei MEININGER Hotels, zu dem alle Mitarbeitende aus dem Head Quarter eingeladen sind, um gemeinsam Erfolge zu feiern und sich auf die kommenden Ziele im neuen Jahr einzustimmen. Privat bin ich der Star-Entertainer für mein Kind.
Du hast ein Kind, herzlichen Glückwunsch! Wie schaffst du es, die richtige Balance zwischen Arbeit und Familienleben zu finden?
Vielen Dank! Ich habe Routinen entwickelt, die mir sowohl beruflich als auch privat helfen. Zusammen mit der Unterstützung, die ich bekomme, ermöglicht mir das, im Job wie zu Hause konzentriert und effektiv zu bleiben.
Hast du besondere Freizeitaktivitäten, die dir helfen, am nächsten Tag motiviert zur Arbeit zurückzukehren?
Ich versuche, mich jeden Tag auf geistige und körperliche Weise aktiv zu halten. Ich lese und informiere mich über neue Technologien, probiere neue Rezepte aus (meine Kochbuchsammlung ist inzwischen ziemlich umfangreich) oder erkunde mit meiner Familie die Umgebung.
Was gefällt dir am meisten daran, in einer schnell wachsenden Hybrid-Hotelkette wie MEININGER Hotels zu arbeiten?
Wenn ich mich für zwei Dinge entscheiden muss, würde ich sagen: die Menschen und unsere tägliche Arbeit. Wenn man ein MEININGER Hotel betritt, egal welches, merkt man sofort, wie großartig unser Team ist. Die Mitarbeitenden sind freundlich, kompetent und arbeiten gut zusammen. Das gilt übrigens auch auf Unternehmensebene. Außerdem macht mir die Vielfalt bei den Projekten richtig Spaß. Als Head of Change bin ich an ganz unterschiedlichen Maßnahmen beteiligt, wodurch ich ständig dazulerne und mich weiterentwickle.
Und zum Schluss: Was wünschst du dir für die Zukunft und wo denkst du, wird sich MEININGER noch weiterentwickeln?
Das ist ein weiterer wichtiger Grund, warum ich so gerne bei MEININGER Hotels arbeite: Wir haben eine vielversprechende Zukunft vor uns. Ich sehe, dass viel Wert darauf gelegt wird, die neuesten Technologien zu nutzen und unseren Gästen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Gleichzeitig wächst das Unternehmen in neuen Märkten und baut seine internationale Präsenz weiter aus.
Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast, Eric!
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