Die europäische Hybrid-Hotelgruppe stellt ihre Roadmap für Spanien vor. Nächster Halt: Madrid im Jahr 2028.
MEININGER Hotels, die europäische Hybrid-Hotelkette, hat in Barcelona die Ergebnisse der ersten Betriebsmonate des MEININGER Hotel Barcelona Fira Gran Via, ihres ersten Hauses in Spanien, sowie die Details ihres Expansionsplans für das Land vorgestellt. Zu der Veranstaltung im Hotel kamen Vertreterinnen und Vertreter des Unternehmens sowie Medienschaffende zusammen.
Das MEININGER Hotel Barcelona Fira Gran Via ist das 37. Hotel der Marke und ihr erstes Haus in Spanien. Nach der Eröffnung in Edinburgh, dem ersten Standort im Vereinigten Königreich, zählt MEININGER nun 38 Hotels in ganz Europa. Die beiden Eröffnungen beenden eine dreijährige Phase ohne Neuzugänge im Portfolio. Sie sind Teil der Expansionsstrategie des Unternehmens in Südeuropa, in der Spanien als Schlüsselmarkt gilt.
„Barcelona, das Herz Kataloniens, ist zugleich ein Schlüsselmarkt und ein globales Reiseziel, das Freizeit- und Geschäftsreisen das ganze Jahr über auf einzigartige Weise verbindet. Damit ist die Stadt der ideale Standort, um unser Hybrid-Konzept auf den spanischen Markt zu bringen", erklärt Ajit Menon, CEO von MEININGER Hotels.
Ein erster Sommer, der die Prognosen bestätigt
Seit seiner Eröffnung erzielte das Hotel in den ersten beiden Betriebsmonaten Juli und August einen Umsatz von 800.000 Euro, bei einer Zimmerauslastung von 50 Prozent und mehr als 7.200 verkauften Zimmernächten. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2,34 Nächten. Für das Eröffnungsjahr vom 25. Juni 2026 bis zum 31. März 2027* rechnet das Unternehmen mit einer Gesamtauslastung von 65 Prozent. Langfristig soll die Zimmerauslastung bei über 80 Prozent liegen.
Seit der Eröffnung stammen 84 Prozent der Gäste aus internationalen Märkten, 16 Prozent kommen aus Spanien. Die wichtigsten internationalen Quellmärkte sind Frankreich, Deutschland und Italien. Dieser Nachfragemix mit einem starken internationalen Anteil bereits in den ersten Betriebsmonaten stützt die These des Unternehmens zur Attraktivität Barcelonas als Reiseziel und bestätigt letztlich die Investition in das Projekt. Hinter diesen Ergebnissen steht eine Gesamtinvestition von knapp 4 Millionen Euro in Möblierung, Einrichtung und Ausstattung (FF&E). Zudem hat das Projekt 30 Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und unterstreicht damit das Engagement des Unternehmens für die wirtschaftliche Entwicklung an seinen Standorten.
Ein Angebot, das den Gast in den Mittelpunkt stellt
Die Zimmerpreise richten sich nach Saison, Nachfrage und Auslastung. Mit verschiedenen Zimmerkategorien spricht das Hotel unterschiedliche Reisetypen und Budgets an, zu Preisen unter dem durchschnittlichen Marktniveau vergleichbarer Unterkünfte in Barcelona. So bleibt das Angebot auch in einem hart umkämpften Markt erschwinglich.
Diese Effizienz ergibt sich zu einem großen Teil aus dem Hybrid-Konzept, das die gesamte Marke MEININGER prägt: Es verbindet ausschließlich private Zimmer mit der Qualität, Privatsphäre und den Servicestandards eines Hotels mit Gemeinschaftsbereichen, die für die typische gesellige Atmosphäre eines Hostels sorgen. So kann das Unternehmen in ein und demselben Haus ganz unterschiedliche Gästegruppen ansprechen, darunter Familien, Gruppen, Schulklassen, Einzel- und Geschäftsreisende, und ist dabei unabhängig von einem einzelnen Nachfragesegment. Das sorgt für eine ausgeglichene Auslastung über das ganze Jahr und ermöglicht eine wettbewerbsfähige Preisstrategie.
Gestützt wird diese Positionierung durch eine Immobilie, die gezielt auf maximale kommerzielle Flexibilität ausgelegt ist. Das Hotel verfügt über 162 Zimmer, darunter Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer für bis zu vier Personen, mit flexiblen Konfigurationen für die genannten Nachfragesegmente. Ergänzt wird diese „Hotel"-Ebene durch die „Hostel"-Ebene des Konzepts: Gemeinschaftsbereiche mit Frühstücksbereich, zwei Terrassen, einer „Heat & Eat"-Zone und einem kombinierten Rezeptions- und Barbereich, die eine gesellige Atmosphäre und das Miteinander unter den Gästen fördern.
Die Lage direkt gegenüber der Fira Gran Via, einem der führenden Messe- und Kongresszentren Europas, spiegelt die Standortkriterien des Unternehmens wider: eine stabile ganzjährige Nachfrage, eine gute Verkehrsanbindung und ein gewachsenes urbanes Umfeld, das vollständig in den Großraum Barcelona eingebunden ist.
Madrid: die nächste Phase des Expansionsplans
Das Unternehmen bestätigt, dass das Projekt in Barcelona die Grundlage für einen umfassenderen Expansionsplan in Spanien bildet und damit weit über einen einzelnen Markteintritt hinausgeht. Das nächste Projekt ist bereits in Arbeit: Für das Hotel in Madrid laufen derzeit die Abrissarbeiten, die Eröffnung ist für September 2028 geplant.
Die Immobilie im Viertel Pacífico, 500 Meter vom Retiro-Park entfernt und gut an den Bahnhof Atocha angebunden, entsteht als Neubau. In Barcelona hingegen wurde ein bestehendes Gebäude umgebaut.
Das Haus wird über 193 Zimmer und 691 Betten verfügen und mit einer Hostel-Lizenz betrieben. Damit erweitert sich das Angebot um zusätzliche Zielgruppen, unter anderem mit Fünf- und Sechsbettzimmern sowie gemischten Mehrbettzimmern. Das Projekt folgt den Markenstandards der Gruppe, mit dem Ziel, die in Barcelona erreichte BREEAM-Zertifizierung „Excellent" zu wiederholen.
Wachstumsplan für Spanien
Über Madrid hinaus plant das Unternehmen die Eröffnung von rund neun Hotels in Spanien, was etwa 1.500 zusätzlichen Zimmern entspräche. Zu den Zielstädten zählen Málaga, Valencia, Granada, Sevilla und Bilbao. Zudem prüft das Unternehmen, seine Präsenz im Großraum Barcelona auszubauen, etwa in Sant Adrià de Besòs und Badalona.
Bei der Auswahl neuer Standorte gelten strenge Kriterien: eine stabile Nachfrage über das ganze Jahr, gut angebundene urbane Lagen, Flexibilität beim Format (Neubau oder Umbau bestehender Gebäude) sowie langfristige Pachtverträge mit institutionellen und privaten Investoren, die zum Geschäftsmodell passen. Auch die lokalen rechtlichen Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle: In Palma de Mallorca sind die aktuellen Vorschriften besonders restriktiv, in Málaga beobachtet das Unternehmen ein mögliches Moratorium für neue Hotelprojekte.
*Das Geschäftsjahr von MEININGER (GJ27) läuft von April bis März. Die Zahlen für das Eröffnungsjahr beziehen sich daher auf den Zeitraum von der Eröffnung des Hotels am 25. Juni 2026 bis zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2027.