Amina ist unsere Project & Administration Managerin im Bereich Design & Construction. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie die Entstehung neuer MEININGER Hotels, von den ersten Planungs- und Designphasen bis hin zur Eröffnung. Ursprünglich kommt Amina aus Bosnien und Herzegowina. Für ihr Masterstudium zog sie nach Österreich, bevor sie über ein Erasmus-Semester in Madrid schließlich für ein Praktikum nach Berlin kam und bei MEININGER als Junior Project Managerin startete.
Im Interview erzählt Amina von ihrem Weg von der Architektur ins Projektmanagement, gibt Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen eines neuen MEININGER Hotels, spricht über die Herausforderungen bei ihren Projekten und darüber, wie sie Karriere und ihr neues Leben als Mutter miteinander vereint.

Hi Amina! Kannst du uns ein bisschen über dich und deinen Werdegang erzählen? Woher kommst du und was hat dich nach Deutschland gebracht?
Hallo zusammen! Ich freue mich sehr, dieses Interview zu geben und euch einen kleinen Einblick in unsere Arbeit im Bereich Design & Construction zu geben.
Ich bin in Bosnien und Herzegowina geboren und aufgewachsen. In den 90er-Jahren in diesem Teil der Welt geboren zu werden, bedeutete, seine Kindheit inmitten des Krieges und Völkermords zu verbringen, der zwischen 1992 und 1995 in meiner Heimat stattfand. Das hat viele von uns geprägt und dazu geführt, dass wir mit dem Gedanken aufgewachsen sind, unser Land irgendwann verlassen zu müssen, um eine Zukunft zu haben.
Auch bei mir hat sich dieser Gedanke früh festgesetzt. Gleichzeitig hat meine Mutter schon in jungen Jahren dafür gesorgt, dass ich Englisch und Deutsch lerne. Nach der Schule und meinem Bachelorabschluss in Architektur in Bosnien bin ich für mein Masterstudium nach Österreich gegangen. Während meines Studiums habe ich außerdem ein Erasmus-Semester in Madrid gemacht, bevor es mich für ein Praktikum nach Berlin verschlagen hat.
Wie bist du zu MEININGER Hotels gekommen und was war deine erste Position im Unternehmen?
Ich war damals auf Jobsuche in Berlin und habe mich gefühlt bei jedem Architekturbüro beworben, weil das für mich der naheliegendste Weg zu sein schien. Durch einen reinen Zufall habe ich mich dann bei MEININGER Hotels auf eine Stelle als Junior Project Manager beworben.
Es war Liebe auf den ersten Blick! Etwas, das ich vorher überhaupt nicht in Betracht gezogen hatte, hat sich als eine der besten Entscheidungen herausgestellt. Statt den klassischen Weg als Architektin einzuschlagen, habe ich mich für eine Karriere im Projektmanagement entschieden.
Eine Karriere in einem neuen Land aufzubauen, kann herausfordernd sein. Wie war es für dich, dich in Deutschland einzuleben, und wie hat MEININGER dich dabei unterstützt?
Ehrlich gesagt hatte ich großes Glück damit, wie sich alles für mich entwickelt hat. Natürlich war ich immer bereit, mich voll einzubringen und für alles, was ich tue, Einsatz zu zeigen. Aber manchmal müssen einfach auch die richtigen Dinge zusammenkommen.
Zu MEININGER zu kommen und mich beruflich in Richtung Projektmanagement zu entwickeln, war definitiv die richtige Entscheidung. Mit großer Unterstützung des damaligen HR-Teams konnte ich schließlich meine unbefristete Aufenthaltserlaubnis bekommen. Und vor zwei Jahren bin ich dann auch deutsche Staatsbürgerin geworden.
Du bist jetzt Project & Administration Manager in unserem Design & Construction Team. Kannst du uns erklären, was ihr in eurem Bereich eigentlich macht?
Ich sehe uns gerne als das Team hinter den Kulissen. Solange alles reibungslos läuft, merkt man oft gar nicht, dass wir da sind. Sobald aber etwas schiefläuft, sind wir meistens die Ersten, bei denen alle anrufen.
Wir sind ein zwölfköpfiges Team und kümmern uns um die Planung, das Design und den Bau neuer MEININGER Hotels sowie um Renovierungen und Umbauten bestehender Hotels. Im Grunde steigen wir in ein Projekt ein, sobald der neue Mietvertrag unterschrieben ist, und begleiten es bis etwa drei Monate nach der Eröffnung. Dann übergeben wir das Hotel an das Facility-Management-Team.
Wir organisieren außerdem die Abstimmungen mit Innenarchitekt:innen, Licht- und Küchenplaner:innen und nehmen an den Meetings mit den Vermieter:innen und ihren Teams teil.
Und wie sieht deine eigene Position aus? An welchen Projekten arbeitest du gerade und was gehört zu deinen alltäglichen Aufgaben?
Seit April dieses Jahres habe ich eine Doppelrolle und bin sowohl im Projektmanagement als auch in der administrativen Leitung tätig. Dadurch kann ich Prozesse weiterentwickeln, das Team unterstützen und sicherstellen, dass alle Reporting-Vorgaben eingehalten werden.
Aktuell arbeite ich vor allem an Projekten in unseren Häusern in Innsbruck, Köln und Edinburgh. Gegen Ende eines Projekts wird es meist noch einmal etwas stressiger, da dann viele Vor-Ort-Termine für Abnahmen, Kontrollen und die Behebung kleinerer Mängel anstehen.
Wie würdest du euer Team beschreiben? Was ist das Besondere, das euch als Team so gut funktionieren lässt?
Wie in jeder Beziehung glaube ich fest daran, dass eine offene und transparente Kommunikation entscheidend ist. Darauf bin ich bei unserem Team besonders stolz. Wir sind immer füreinander da und unterstützen uns gegenseitig, wenn jemand bei einer Aufgabe mal nicht weiterkommt.
Die meisten Menschen sehen ein Hotel erst, wenn es fertig ist. Was passiert hinter den Kulissen, bevor ein neues MEININGER Hotel seine ersten Gäste begrüßen kann?
Je nach Größe und Komplexität des Gebäudes kann der gesamte Prozess drei bis vier Jahre dauern. Gegen Ende wird es noch einmal besonders spannend, wenn die Möbel eingebaut und die Ausstattung geliefert wird. Dann kommt alles zusammen, immer mehr Abteilungen werden in den Prozess eingebunden und am Ende entsteht daraus ein gemeinsames Ergebnis, in dem die Arbeit von allen steckt.
Welches Projekt war bisher die größte Herausforderung für dich und warum?
Das Projekt in Innsbruck war bisher ohne Zweifel die größte Challenge. Es war das erste Projekt, das ich selbst geleitet habe, und gleichzeitig eines der komplexesten Projekte insgesamt. Ich war damals noch Junior und dazu kamen viele weitere Herausforderungen im Projektverlauf, unter anderem beim Budget sowie Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie. Das alles unter einen Hut zu bekommen, war nicht einfach.

Gibt es ein Designelement oder ein MEININGER Hotel, das dir besonders am Herzen liegt?
Da fällt mir sofort der „Love is everywhere“-Vorhang in Köln ein. Die Konstruktion war ziemlich anspruchsvoll, da der Vorhang von einem Stahlträger getragen wird, der an der Decke aufgehängt ist.
Aber es geht nicht immer nur um das sichtbare Design. Ich habe auch an verschiedenen Vorlagen und Prozessen mitgearbeitet, die wir im Team entwickelt haben. Das macht mir genauso viel Freude und bedeutet mir genauso viel wie die sichtbaren Designelemente.
Du bist vor Kurzem Mama geworden. Herzlichen Glückwunsch! Wie hat das dein Leben im Alltag und deine Sicht auf die Arbeit verändert?
Vielen Dank! Mein Alltag hat sich tatsächlich komplett auf den Kopf gestellt. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass mein Leben durch meine Rolle als Mama noch einmal auf eine ganz neue Art bereichert wurde. Meine Karriere ist für mich weiterhin ein wichtiger Teil meiner Identität. Ich möchte meiner Tochter auch vorleben, was es bedeutet, mit Einsatz und Leidenschaft für seine Ziele zu arbeiten und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben können.
Wie gelingt es dir, Familie und Beruf miteinander zu verbinden? Gibt es etwas an der Arbeitsweise bei MEININGER, das dir dabei besonders hilft?
Für mich ist die Flexibilität bei MEININGER unglaublich wertvoll. Sie gibt mir die Möglichkeit, sowohl für meine Familie als auch im Job da zu sein und beiden Bereichen die Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdienen.
Wenn du heute auf deinen Weg seit deinem Weggang aus Bosnien und Herzegowina zurückblickst, worauf bist du persönlich oder beruflich besonders stolz?
Am meisten bin ich darauf stolz, dass ich mir selbst und meinen Werten immer treu geblieben bin—egal, was passiert ist. Mir ist wichtig, dass ich mit meinen Entscheidungen und meinem Handeln im Reinen bin. Denn ich glaube, nur so kann man wirklich inneren Frieden finden und glücklich sein.
Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast, Amina!
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