Will ist der Hotel Manager des neuen MEININGER Hotels in Edinburgh, das im Herbst 2026 eröffnen wird. Mit ĂŒber zehn Jahren Erfahrung in der Hotellerie ist er schon lange ein Fan des hybriden MEININGER-Konzepts. Als die Chance kam, die Eröffnung dieses neuen Hauses zu leiten, musste er deshalb nicht lange ĂŒberlegen. Im Interview erzĂ€hlt er, wie die Vorbereitungen laufen, wie er ein Team von Grund auf aufbaut, warum er Edinburgh liebt und noch vieles mehr.

Ein PortrÀt von Will vor einem farbenfrohen Hintergrund
Will, Hotelmanager des MEININGER Hotel Edinburgh Haymarket

Hi Will, kannst du uns ein wenig ĂŒber deinen Hintergrund erzĂ€hlen und was du gemacht hast, bevor du zu MEININGER gekommen bist?

Ich komme ursprĂŒnglich von einem Bauernhof im Westen Irlands und arbeite seit 2012 in der Hospitality-Branche. Das war eigentlich nie mein Plan, aber ich habe schnell gemerkt, dass es genau mein Ding ist. Ich habe in den unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet: Bars, Restaurants, Casinos, Rennbahnen, Festivals, Hotels und Hostels.

Was hat dich daran gereizt, bei MEININGER Hotels zu arbeiten?

Ich liebe den vielfĂ€ltigen GĂ€stemix, den das hybride Konzept von MEININGER, also ein Hotel mit Hostel-Charakter, mit sich bringt. Bei uns sind alle willkommen, von Backpackern und jungen Reisenden ĂŒber Familien bis hin zu Schulgruppen und GeschĂ€ftsreisenden. Ich habe selbst schon in HĂ€usern in Amsterdam und Berlin ĂŒbernachtet, und als ich gesehen habe, dass MEININGER nach Edinburgh kommt, wusste ich sofort, dass ich mich bewerben möchte.

Du leitest die Eröffnung unseres neuen Hotels in Edinburgh. Was waren die grĂ¶ĂŸten Herausforderungen dabei?

Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung ist das Timing, also das alles zum richtigen Zeitpunkt an Ort und Stelle ist. Bei der Personalplanung zum Beispiel mĂŒssen wir genau festlegen, wann die Mitarbeitenden starten—weder zu frĂŒh, sonst gĂ€be es fĂŒr sie keine Aufgaben, noch zu spĂ€t, um eine Verzögerung der Eröffnung zu vermeiden. Da das Hotel noch im Bau ist, treffen wir unsere Entscheidungen dabei oft auf Basis von fundierten EinschĂ€tzungen.

Und was war auf der anderen Seite der bisher schönste oder aufregendste Moment?

Definitiv ein Team komplett neu aufzubauen. Normalerweise startet man einen neuen Job und die Belegschaft steht bereits fest. Bei einer Neueröffnung hingegen haben wir die Möglichkeit, das gesamte Team selbst zusammenzustellen.

Da du jetzt seit einigen Monaten bei MEININGER arbeitest, wie ist dein Eindruck vom Unternehmen bisher? Wie wurdest du aufgenommen und unterstĂŒtzt?

Ich bin sehr beeindruckt davon, wie lange viele Mitarbeitende im Unternehmen bleiben. In einer Branche mit hoher Fluktuation ist es schön zu sehen, dass Menschen so lange bei einem Arbeitgeber bleiben. Das ist fĂŒr mich ein klares Zeichen dafĂŒr, dass die Mitarbeitenden zufrieden sind und bei MEININGER gut behandelt werden.

Ich wurde auch sehr gut aufgenommen und unterstĂŒtzt. FĂŒr meine Schulung bin ich nach Köln gereist, wo alle unglaublich freundlich zu mir waren. Elle und Pieter haben mich sogar zu einer Fahrradtour durch die Stadt mitgenommen.

MEININGER kehrt zum ersten Mal seit der Schließung unseres Londoner Hotels vor einigen Jahren auf den britischen Markt zurĂŒck. Warum ist Edinburgh ein geeigneter Standort fĂŒr die Marke?

Edinburgh ist eine wunderbare Stadt! Menschen aus aller Welt reisen dorthin, um das Schloss und die historische Altstadt zu sehen. Außerhalb von London ist es die meistbesuchte Stadt Großbritanniens, daher ist es aus meiner Sicht ein sehr attraktiver Markt fĂŒr MEININGER und eine hervorragende ErgĂ€nzung fĂŒr die Marke.

Welche Verantwortung bringt diese „Pionierrolle“ mit sich?

Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung und Verantwortung wird es sein, in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt einen hohen Standard zu setzen. Wir sind stolz auf unser hybrides Konzept und unsere Unternehmenskultur und wollen gleichzeitig das AushĂ€ngeschild fĂŒr kĂŒnftige Eröffnungen in Großbritannien sein.

Du startest mit einem komplett neuen Team. Wie stellst du sicher, dass vom ersten Tag an eine starke Teamkultur entsteht?

Ich sage meinem Team immer wieder, dass wir zwar alle unsere spezifischen Aufgaben haben, aber am Ende alle an einem Strang ziehen und uns gegenseitig bestmöglich unterstĂŒtzen sollten. Ich bin ein sehr praxisnaher Manager mit hands-on MentalitĂ€t. Wenn das Team UnterstĂŒtzung braucht, ist es mir wichtig, mit gutem Beispiel voranzugehen. Außerdem organisiere ich gerne Team-Events, bei denen wir uns besser kennenlernen können, um eine persönliche Verbindung aufzubauen.

Will und sein Kollegen an einem Bartisch, wĂ€hrend sie ein GetrĂ€nk genießen
Will und seine Kollegen beim AbhÀngen

Welche Art von AtmosphĂ€re möchtest du, dass GĂ€ste und Teammitglieder spĂŒren, wenn sie dein Hotel betreten?

Ich hoffe, eine warme, einladende und ruhige AtmosphĂ€re zu schaffen, in der sich sowohl GĂ€ste als auch die Mitarbeitenden wohlfĂŒhlen und gerne Zeit verbringen.

Edinburgh ist eine pulsierende Stadt. Was liebst du persönlich am meisten daran und welche LieblingsplĂ€tze wĂŒrdest du empfehlen?

Ich liebe die GrĂŒnflĂ€chen. Edinburgh hat so viele wunderbare Parks, in dem einen Moment bist du mitten im Trubel der Stadt und im nĂ€chsten stehst du in einer ruhigen grĂŒnen Oase. Ich empfehle den Meadows Park zu besuchen. Es ist ein wunderschöner Ort zum Spazierengehen oder Picknicken, mitten in der Stadt. Außerdem mag ich den Stockbridge Market am Sonntag, die AtmosphĂ€re dort ist einfach toll und ringsherum gibt es so viele großartige CafĂ©s und BuchlĂ€den.

Was sind deine Ziele fĂŒr das Hotel und dein Team in den kommenden Monaten und Jahren?

Eine möglichst reibungslose Eröffnung, das ist das Wichtigste. Außerdem möchte ich das Team so fördern, dass alle, die es möchten, innerhalb des Unternehmens wachsen und sich weiterentwickeln können. FĂŒr mich selbst ist das eine neue Herausforderung: ein neues Hotel mit einem neuen Unternehmen in einem neuen Markt zu eröffnen, daher liegt mein Fokus ganz klar darauf. Zu weit in die Zukunft möchte ich jetzt noch nicht denken.

Und zum Schluss: Wer ist Will außerhalb der Arbeit? Was machst du gern, wenn du nicht im Hotel bist?

Außerhalb der Arbeit mag ich es entspannt. Ich gehe gern in der Natur rund um Edinburgh spazieren, treffe Freunde zum Mittagessen oder genieße einfach einen Eiskaffee in der Sonne, wenn sie sich dann mal zeigt.

Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast, Will!

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