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The Sound of Salzburg

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Salzburg, das verbinden Europäer vor allem mit einem süßen Gaumenschmauß – der Mozartkugel. In weiten Teilen der Welt beruht das Wissen über die österreichische Stadt jedoch auf der Filmadaption eines ursprünglichen Musicals, die zu ihrer Zeit so erfolgreich war, wie Titanic Ende der 90er-Jahre. Ungefähr eine Milliarde Menschen weltweit sahen The Sound of Music, einen Film, den die meisten Österreicher nur vom Hörensagen kennen. 1965 erschien der amerikanische Streifen um die in Salzburg lebende Maria, die mit Musik und Liebe das Herz der Trapp-Familie erobert. Doch die Hauptrolle spielt nicht etwa die singende Julie Andrews, sondern das bezaubernd schöne Salzburg samt Umgebung. Auch die schärfsten Kritiker der sentimentalen Geschichte können sich der visuellen Attraktivität der Stadt nicht entziehen.

 

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© Salzburg Tourismus

 

Die im Film gezeigte Welt ist dabei nicht weit von der Realität entfernt. Die in ein traumhaftes Bergpanorama eingebettete Stadt zelebriert ihren kulturellen und geschichtlichen Reichtum mit perfekt frisierten Parks, süßen Köstlichkeiten und pompösen Festspielen. Salzburg ist keine Quelle für eine neue Untergrund-Bewegung, die Stadt ist nicht dafür bekannt, sich ständig selbst neu zu erfinden. Wer sich aber durch und durch auf Barock, Dirndl und Blumen einlässt, der wird dem Charme Salzburgs erliegen und verzaubert werden.

 

Saint Peter's Archabbey at Salzburg, Austria

 

 

Atemberaubende Altstadt

Hoch über der Stadt thront die Festung Hohensalzburg, deren Kern diesen Platz schon seit dem 11. Jahrhundert ziert. Sie wacht über die Salzburger Altstadt, die seit Dezember 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und auf der Must-see-Liste der Sehenswürdigkeiten ganz oben steht. Kleine Gassen erinnern mit ihren Pflastersteinen, verzierten Fassaden und gemütlichen Cafés an die Winkelgasse aus Harry Potter, Zauberer und Hexen wurden in Salzburg allerdings noch nicht gesichtet. Kutschen mit Pferden, die schnauben und mit den Hufen trampeln, laden zu einer beschaulichen Fahrt ein, im Winter riecht es nach heißen Marroni und Glühwein. Sinnlichkeit wird hier groß geschrieben – haptisch, kulinarisch und natürlich optisch.

 

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Unweit der berühmten Festung befindet sich das Kloster Nonnberg, das bis in die karolingische Zeit zurückgeht, und in dem Maria aus The Sound of Music lebt, bevor sie zur Trapp-Familie zieht. Imposant ist auch der Salzburger Dom, der mit 900 Sitzplätzen und 100 Metern Länge das Zentrum des kirchlichen Salzburgs bildet. Eine große Auswahl klassischer und ausgefallener Museen, vom Mozart- bis zum Spielzeugmuseum, bieten reichlich Futter für den kulturellen Hunger. Es reiht sich in der Altstadt eine Sehenswürdigkeit an die nächste: Museen, bunte Marktgeschäfte und prachtvolle Kirchen. Und nie trübt ein funktionaler Häuserblock das malerische Bild. Die mittelalterlichen und barocken Baudenkmäler fügen sich mit den Türmen und Kuppeln nahtlos zu einem einzigartigen Mosaik zusammen, das die Silhouette Salzburgs bildet.

 

 

Pulsierende Getreidegasse

Schmale Häuser, die sich dicht aneinander schmiegen, kunstvolle Hausportale und unzählige Zunftzeichen aus Eisen geben der Getreidegasse ihre unverkennbare Ursprünglichkeit. Die Hauptschlagader der Altstadt vereint traditionelles Handwerk und moderne Shoppingmeile, hier befindet sich das älteste Gebäude Salzburgs und natürlich auch Mozarts Geburtshaus. Die alten, schmiedeeisernen Schilder müssen sich die Fassaden zwar zunehmend mit modernen Markenzeichen teilen, jedoch beweisen einige Firmen viel Kreativität beim Versuch, die gegenwärtigen Logos in die alten Zunftzeichen einzugliedern. Von der Getreidegasse gehen zahlreiche Durchhäuser ab, die zu malerischen Innenhöfen führen. Geschäfte und Cafés, die auch von den Einwohnern geschätzt werden, laden zum Verweilen.

 

© Flavio Vallenari

© Flavio Vallenari

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Genuss in Dur und Moll

Für den Ohrenschmaus sorgen die Salzburger Festspiele, die als das weltweit bedeutendste Festival der klassischen Musik und darstellenden Kunst gelten. Seit 1920 dreht sich im Juli und August alles um Mozart, Strauss und Co., ein beeindruckendes Programm aus Schauspielen, Opern und Konzerten locken jährlich mehr als eine Viertel Million Gäste in die Stadt an der Salzach. Wer dann noch nicht genug von Mozart hat, kann im „Jänner“ noch die Mozartwoche genießen.

 

© Salzburg Tourismus

© Salzburg Tourismus

 

Die Altstadt bietet also wahrlich Genuss für jeden Besucher, und doch wird belohnt, wer weiter geht. Denn abseits von Getreidegasse und Domplatz gilt es eine blühende Kunstszene, Jazzmusik und berühmte Bierbrauereien, wie die Stiegl-Bauerei oder das Augustiner Braustübl, zu entdecken. Konzertsäle bieten 365 Tage im Jahr Livemusik auf höchstem Niveau und das Schloss Schönbrunn, circa 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, kann getrost Salzburgs schönstes Schloss genannt werden. Ungewöhnlich ist auch die Vielfalt an Aktivitäten. Neben Kultur und Kulinarik kommen auch Outdoor-Fans auf ihre Kosten: Schwimmen, Paragliding, Klettern, der Besuch in einem Salzbergwerk, Ski fahren oder eine Tour zu den Drehorten von The Sound of Music – in Salzburg ist Langeweile ausgeschlossen. Der mangelnde Erfolg von The Sound of Music in den deutschsprachigen Ländern wird übrigens unter anderem darauf zurückgeführt, dass die verdrängte Nazi-Vergangenheit im Film in ein zu grelles Licht gerückt wird. So muss die Trapp-Familie am Ende vor den Nazis flüchten. Salzburg ist aber auch ohne den Film ein absoluter Hit.

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