Das perfekte Wochenende in London

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Mein Herz schlägt für die britische Hauptstadt – und das nicht erst, seit dem ich ein Jahr in London studieren durfte. Schon vorher war ich ein paar Mal zu Besuch dort und auch danach zog (und zieht) es mich und meine beste Freundin mindestens ein Mal in Jahr für ein langes Wochenende auf die Insel. Zwar bin ich längst noch kein „local“, kenne aber mittlerweile viele schöne Ecken und weiß, wie man drei Tage in London bestmöglich nutzen kann. Daher möchte ich heute meine Tipps für ein perfektes Mädels-Wochenende mit euch teilen – mit allem, was dazugehört: von Shopping über Sightseeing bis hin zu Kaffeeklatsch in gemütlichen Cafés und Aufbrezeln für einen Abend im Pub oder einer Bar.

 

Das perfekte Hotel

Perfekter Ausgangspunkt für das Wochenende bietet das MEININGER Hotel, das in Londons Süden nahe der Tubestation Gloucester Road liegt. Vor allem vom Flughafen Heathrow ist man sehr schnell vor Ort.

 

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Der perfekte erste Abend

Meistens kommt man erst gegen Abend an seinem Urlaubsziel an – trotzdem finde ich es immer schön, nur schnell einzuchecken, sich dann noch „aufzuraffen“ und mit einem Cider (typisch britisch – sieht aus wie Bier, schmeckt aber viel süßer und ist daher auch was für uns Mädels) auf den Urlaub anzustoßen. Außerdem hat man sich ja meistens jede Menge zu erzählen, gerade wenn man mit Freundinnen reist, die nicht in der gleichen Stadt wohnen. Zwei nette Pubs in der Nähe vom Hotel sind das Zetland Arms in der 2 Bute St, das Gloucester Arms in der 34 Gloucester Rd oder das Stanhope Arms direkt an der Station. Neben Drinks gibt es in beiden Pubs natürlich auch die üblichen traditionellen Gerichte wie Fish & Chips, um den hungrigen Magen nach der Anreise zu füllen.

 

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Der perfekte erste Tag (Samstag)

Morgens:

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel kann man den Tag ganz entspannt in Kensington starten und etwas durch die vielen schönen Straßen spazieren. Der Südwesten Londons ist eine tolle Ecke mit vielen typischen Häusern, kleinen Läden & Co. Auch ein Abstecher über die Exhibiton Rd. lohnt – hier warten geballt einige der großen Londoner Museen (z.B. das National History Museum und das V&A). Mittlerweile ist die Straße eine Fußgängerzone und man kann sehr schön zwischen den beeindruckenden Bauten auf und ab flanieren. Wer Lust hat, kann natürlich auch einen Abstecher ins Museum machen – vor allem das V&A hat immer super Sonderausstellungen.

 

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Mittags:

Ganz um die Ecke kann dann gegen Mittag mit dem zweiten Programm-Punkt des Tages gestartet werden: Notting Hill. Von der gleichnamigen Tube Station gelangt man innerhalb weniger Minuten zu Fuß zum berühmten Portobello Road Market. Es warten jede Menge Stände, Cafés und Shops, entdeckt zu werden. Von Foodies bis Fashionistas – hier kommt jeder auf seine Kosten.

 

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Pflicht ist ein Stop in der Hummingbird Bakery, es gibt dort die besten Cupcakes in ganz London. Wer möchte, nimmt sich am besten auch direkt ein Backbuch für Zuhause mit. Sitzen kann man hier leider nicht, dafür eignet sich das GAIL’s aber ganz hervorragend. Hier gibt es ebenfalls viele leckere süße Backwaren aber auch eine große Auswahl an herzhaften Snacks, Smoothies etc. – und natürlich leckeren Kaffee, denn spätestens jetzt haben sich die Füße eine Pause verdient.

 

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Neben dem Portobello Raod Market kann man in Notting Hill aber auch noch viel mehr entdecken. Es lohnen beispielsweise ein Abstecher zum The Notting Hill Bookshop (bekannt aus dem Film „Notting Hill“ mit Julia Roberts) und Richtung Westbourne Grove, einer wunderschönen und viel weniger trubeligen Straße. Hier kann man waschechte Londoner beobachten, wie sie ihren Samstag verbringen. Vor allem das 202 ist hier ein guter Stop – egal ob zum Shoppen, für einen zweiten Kaffee oder für den ersten Vino.

 

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Abends:

Je nach Wetter (und Zeit) kann man von Notting Hill aus super einen Spaziergang durch den Hyde Park anschließen, bevor es gegen Abend dann Richtung Trafalgar Square geht. Wenn die Füße schon platt sind oder das Wetter nicht mitspielt, ist auch ein Ziwschenstop im nahegelegenen Harrods keine schlechte Idee, bevor man ins Abendprogramm startet. Nach einer kurzen Runde über den Trafalgar Square geht es direkt zum Picadilly Circus.

 

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Hier kann man sich einige Minuten erst mal die Augen satt sehen – denn zu gucken gibt es eine Menge: riesige, glitzernde Werbeflächen die im Sekundentakt ihre Anzeige ändern, der berühmte Brunnen mit Amor auf der Spitze, jede menge Straßenkünstler – und natürlich einige Touristen. Daher bitte hier immer gut auf die Taschen aufpassen, denn wo viele Touristen sind, sind auch Taschendiebe nicht weit. Vom Picadilly Circus aus ist man innerhalb weniger Schritte in SoHo, DEM Viertel für die kreative und hippe Szene in London. Entsprechend ist hier jeden Abend viel los und es reihen sich Restaurants und Bars aneinander. Hier kann man sich einfach treiben lassen und schauen, welches Restaurant einen anspricht (und noch einen freien Tisch hat). Zwei Tipps habe ich natürlich trotzdem für euch: super leckere Pizza (vielleicht die beste in London) gibt es bei Amalfi. Wer es lieber thailändisch mag, dem kann ich Busaba Eathai ans Herz legen.

 

 

Der perfekte zweite Tag (Sonntag)

Morgens:

Nach einem Abend in SoHo klingelt der Wecker vermutlich nicht ganz so früh. Wer das Frühstück im MEININGER verpasst hat, sollte eine der typischen Ketten in London aufsuchen und sich dort für den zweiten Tag stärken. Ich bin großer Fan von Pret-a-manger, aber auch EAT, Nero und Costa haben neben leckerem Kaffee und gute (Frühstücks-) Snacks im Angebot.

 

Mittags:

Gegen frühen Mittag steht ein ausgiebiger Spaziergang am Wasser an, ein MUSS bei jedem London Trip. Zieht euch dafür gerne bequeme Schuhe an, denn ein paar Meter geht es die Themse rauf und runter, bis man alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert hat. Ich finde, der beste Start für einen Spaziergang ist die St. Pauls. Mein Geheimtipp: im Kaufhaus gegenüber der St. Pauls gibt es eine Dachterasse, auf die man kostenlos hinauffahren kann. Von da hat man einen ähnlichen großartigen Blick wie von der Aussichtsplattform der St. Pauls Kirche – mit dem großen Vorteil, das auch die Kirche zu sehen ist. Nach der Kirche geht es über die Themse, nämlich über die vergleichsweise neue Millennium Bridge. Spätestens seit der Verfilmung von Harry Potter und der Halbblutprinz ist die Brücke weltberühmt und von ihr hat man in beide Richtungen der Themse einen tollen Blick, beispielsweise auf die Towerbridge und The Shard.

 

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Am anderen Ende der Brücke wartet die Tate Modern auf euch – meiner Meinung nach das „coolste“ Museum aller Zeiten. Alleine die Architektur ist beeindruckend, da das Gebäude vorher eine Turbinenhalle war. Der Eintritt ist kostenlos (abgesehen von einer wechelnden Sonderausstellung) und auf jeder Etage wartet inspirierende Kunst vom Feinsten – dabei ist von „alten Klassikern“ bis zu modernen Fotografien alles dabei. Im Untergeschoss gibt es außerdem eine hervorragende Zeitschriftenauswahl im Museumsshop und im obersten Stockwerk wartet ein kleines Café mit Aussicht über die Themse.

 

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Wenn ihr mit Gesicht Richtung Themse vor der Tate steht, geht einige Schritte nach rechts. Hier steht das Shakespears Globe: ein wunderschönes Theater, das an alte Zeiten erinnert und Mr. Sommernachtstraum huldigt. Wenn ihr einen Blick geworfen habt, dreht um und geht in die andere Richtung die Themse entlang. Auf dem Weg kommt ihr am OXO Tower vorbei und gelangt über das Southbank Center (Heimat des BFI, diverser Museen, dem Nationaltheater sowie jede Menge kleiner Cafés und Restaurants, im Sommer gerne auch Foodtrucks) direkt zum „Riesenrad“ London Eye.

 

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Wenn ihr Zeit mitgebracht habt, ist eine Fahrt natürlich beeindruckend und macht Spaß. Aus meiner Sicht aber kein Muss für einen Besuch in London – denn man hat auch von vielen anderen Stellen aus eine super Sicht über die Stadt. Über die Westminster Bridge geht es dann in Richtung Big Ben und Houses of Parliament. Versteckt dahinter lohnt ein Abstecher zur Westminster Abbey, bevor als Endspurt des Spaziergangs ein Bummel durch den St. James Park (Enten und Eichhörnchen füttern nicht vergessen!) ansteht, der direkt am Buckingham Palace endet. Wer möchte, kann seine Ankunft so timen, dass er einen Wachwechsel mitbekommt. Mich hat es nicht von den Socken gehauen – aber lustig anzusehen ist es allemal.

 

Abends:

Spätestens jetzt sind die Füße müde und die Kehle durstig – höchste Zeit, Richtung Abendessen zu steuern. Mein Tipp für einen Sonntag Abend: die Kings Rd in Chelsea. Nur einen Katzensprung vom MEININGER Hotel entfernt, gibt es hier jede Menge Restaurants und Cafés. Auch hier wieder meine Empfehlung: einfach treiben lassen uns schauen, was euch anspricht. Am besten ihr startet am Sloane Square und lauft die Straße vorbei an der Saatchi Gallery immer abwärts. Wie der Name und der Stadtteil schon ahnen lassen, sind in dieser Ecke Londons die Schönen und Reichen unterwegs (und Zuhause). Aber keine Angst: die Preise in den Restaurants sind zum größten Teil die gleichen wie in anderen Teilen Londons, vor allem bei den gängigen Ketten wie Pizza Express und Co. Hier gibt es übrigens auch ein Busaba, wer also Freitag Abend in Soho noch nicht vorbei geschaut hat, hat heute erneut die Chance. Ich LIEBE das vegetarische Padthai! Eine Institution ist auch das Bluebird, zumindest auf einen Drink sollte man hier mal vorbei schauen (und vielleicht einen Promi entdecken).

 

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Der perfekte dritte (und letzte) Tag (Montag)

Morgens:

Wer möchte, kann vormittags noch einen Abstecher Richtung Towerbridge machen. Von weitem sehen konnte man sie von der Millennium Bridge schon, aber gerade Erst-Besucher wollen oft selber über die Brücke laufen und sie in ihrer ganzen Pracht erleben. Fahrt dafür am besten zur London Bridge Station und schlendert über das architektonisch beeindruckende Gelände rund um die City Hall zur Tower Bridge.

 

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Auf der anderen Seite der Brücke wartet dann der Tower of London, das ehemalige Gefängnis der Hauptstadt. Mir reicht meistens ein Blick von außen, aber für Fans der Kronjuwelen natürlich ein Highlight auf der Sehenswürdigkeiten-Liste.

 

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Mittags:

Spätestens jetzt juckt es vermutlich allen Mädels in den Fingern, denn Shopping ist angesagt. Also los Richtung Oxford Street und die Kreditkarte zum Glühen bringen. Vieles was es an der Oxford Street gibt, gibt es mittlerweile auch in Deutschland. Trotzdem sind viele Läden sehenswert, da es eine andere Auswahl als bei uns gibt oder sie alleine durch ihre Größe beeindrucken. Was man meiner Meinung nach auf keinen Fall verpassen sollte: Topshop, Urban Outfitters, Gap, Banana Republic, Forever 21, Selfridges, Miss Selfridges, Ted Baker und New Look. Für Freunde der sehr günstigen Mode wartet am Ende der Oxford Street ein riesiger Primark. Aber auch hier gilt: schaut einfach, welche Läden euch ansprechen und rein da. An einem Montag ist es nicht ganz so voll wie am Wochenende, sodass man einigermaßen entspannt bummeln kann. Für die Stärkung zwischendurch gibt es jede Menge Cafés auf der Oxford Street. Mein liebstes liegt etwas versteckt in einer Seitentraße: Tap Coffee. Wenn es mehr als Kaffee sein soll, kann ich die verschiedenen Restaurants im Selfridges empfehlen.

 

Abends:

Schneller als man gucken kann sind dann auch schon drei Tage Urlaub vorbei und es ist Zeit „bye bye London“ zu sagen.

 

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Ihr bleibt doch noch länger?

Dann habe ich noch folgende Tipps für euch:

  • Einen Ausflug zu The Shard – der Blick vom höchsten Gebäude Londons ist der Wahnsinn.
  • Schaut euch auch die große Schwester der Tate Modern, die Tate, an.
  • Macht einen Ausflug nach Greenwich.
  • (Window-) Shopping an der Bondstreet, hier reiht sich Luxuslabel an Luxuslabel.
  • Schaut bei ein paar der vielen Wochenmärkte vorbei, zum Beispiel dem Borough Market direkt an der Themse oder dem Sunday Up Market im Osten von London.
  • Auch ein Markt, aber weniger für Essenstände als für alles Verrückte rund um Kleidung und Accessoires hat Camden zu bieten.
  • Picknick auf dem Primrose Hill.

Ganz viel Spaß in der Traumstadt London!

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