Das perfekte Wochenende in Kopenhagen

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Unsere nordischen Nachbarn liegen derzeit hoch im Kurs, und besonders Kopenhagen mit seinen charmanten Kanälen, bunten Häuserfassaden, und exzellenter kulinarischer Reputation eignet sich bestens für einen kurzen Wochenendtrip. Das perfekte Wochenende in der dänischen Hauptstadt könnte z.B. so aussehen.

Der Samstagvormittag beginnt an Kopenhagens meistfotografiertem Kanal, Nyhavn, mit seinen bunten Fassaden und alten Segelschiffen. Hier legen auch die Sightseeing-Boote an, auf deren Kanaltouren man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Kopenhagens, wie z.B. das Parlamentsgebäude Christiansborg, die neue Oper und die berühmte kleine Meerjungfrau, aus einer einzigartigen Perspektive vom Wasser aus zu sehen bekommt. Nach der Tour bietet sich ein Spaziergang zum Schloss Amalienborg, der Residenz der dänischen Königsfamilie, an. Hier findet jeden Tag um kurz vor 12 Uhr der Wachwechsel der königlichen Garde statt – wenn die Königin zuhause ist, sogar mit Blaskapelle.

Über die neueröffnete Brücke über den Hafen gelangt man nach Christianshavn. Der Schlenker auf die „Papierinsel“ zum Copenhagen Street Food Markt bietet eine große Auswahl an Food Trucks und Garküchen aus aller Welt. Besonders zu empfehlen sind die Hotdogs von Pølsekompagniet und die belgischen Fritten von Copper and Wheat. Bei schönem Wetter kann man direkt am Wasser sitzen und die Aussicht über den Hafen genießen.

Von der Papierinsel ist es nur ein kurzer Sprung zum historischen Stadtteil Christianshavn mit seinen wunderschönen Kanälen, kopfsteingepflasterten Straßen und windschiefen Häusern. Wer möchte, macht einen Abstecher in die „Freistadt Christiania“, eine alternative Wohlsiedlung auf einem ehemaligen Militärgelände.

In Christianshavn steht auch die Erlöserkirche mit ihrem charakteristischen, korkenzieherförmig gewundenen Turm. Nach etwa 400 Treppenstufen, davon 150 im Freien außen am Turm, kann man an der Spitze eine atemberaubende Aussicht über ganz Kopenhagen genießen.

 

 

 

Für die Abendgestaltung bietet sich der Meatpacking District, „Kødbyen“, an. Hier liegen unzählige Bars, Restaurants und Clubs in allen Geschmacksrichtungen und Preisklassen auf engstem Raum. Zu meinen Favoriten zählen die kreativen kleinen Gerichte im Restaurant Gorilla, Kødbyens Fiskebar mit der besten Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten, und die authentischen Tacos von Hija de Sanchez.

 

Der Sonntagmorgen startet am besten ganz entspannt mit einem Spaziergang durch den Multi-Kulti-Stadtteil Nørrebro. Hier findet sich der Assistenzfriedhof, eine wunderschöne Parkanlage und grüne Oase mitten in der Stadt, wo dänische Größen wie Søren Kierkegaard, Niels Bohr und Hans Christian Andersen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

 

 

 

Von dort geht es weiter in die Ravnsborggade, die beste Adresse für Antiquitäten und Vintage-Shopping. Die Straße ist außerdem äußerst beliebt bei neuen, trendigen Restaurants und Bars.

Zum Abschluss geht es in die Glyptothek, mein absolutes Lieblingsmuseum in Kopenhagen. Hier kann man die Skulpturensammlung von Carl Jacobsen, dem Sohn des Gründers der Carlsberg Brauerei, bewundern. Die Glyptothek ist außerdem für ihre elegante Architektur bekannt, in deren Zentrum der Palmengarten unter einer riesigen Glaskuppel steht.

 

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