Indisch Essen in Leipzig

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In Leipzig leben inzwischen über eine halbe Millionen Menschen. Vor 1000 Jahren wurde Leipzig gegründet und 1065 erhielt der Ort an dem Knoten der Handelswege Via Regia und Via Imperi das Stadtrecht. Von da an entwickelte sich Leipzig zu einer wichtigen Messe- und Handelsmetropole. Weltoffen wie sich die Stadt an Pleiße und Weíßer Elster seid jeher präsentierte, so zeigt sie sich auch heute noch multikulturell. Das spiegelt sich natürlich auch kulinarisch wieder.

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Fast jedes Land ist mit einem Restaurant in Leipzig vertreten, Amerika und Mexiko mit Burgern, Spareribs und Steaks. Die Bandbreite der Asia-Cuisine wird in Leipzig überwiegend von Chinarestaurants präsentiert in denen aber meist Vietnamesen den Wok schwingen. Hier und da gibt es noch Thailändische Küche und einen mongolischen Grill. Auf gutes Sushi muss man in Leipzig natürlich auch nicht verzichten. In so gut wie jedem Stadtteil findet sich irgendwo ein Grieche, außer im Zentrum. Spanische Tapas gibt es natürlich auch. Auch Pizza und Pasta vom Italiener um die Ecke gibt es reichlich. Klar gibt es auch Restaurants die sich der Küche Russlands, Polens oder Tschechiens verschrieben haben.

 

Wenn einem ein gutes indischen Curry das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, kein Problem. In der Innenstadt, genauer in der Nikolaistraße findet ihr alle paar Meter ein Indisches Restaurant. Das INDIA GATE, das INDIAN PALACE und die MUMBAI LOUNGE sind faktisch Nachbarn. Wenn ihr nun denkt, dass sich auf der Straße damit genug Inder mit ihren Restaurants angesiedelt haben gibt es auf der anderen Straßenseite INDIAN FINGERFOOD. Die Qualität der Speisen ist so abwechslungsreich wie die Bewertungen im Netz findet. Am besten man probiert es selbst aus und bildet sich seine eigene Meinung.

 

Auch im Hauptbahnhof Leipzig kann man sich am Buffet des MASALA INDIAN FOOD durch die Indische Küche schlemmen.

 

Außerhalb der Leipziger Innenstadt scheinen sich die Betreiber nicht so recht festlegen zu können welche Ausrichtung das Restaurant haben soll. Allen gemein ist fast immer die Lieferung außer Haus. So bieten das MAHARANI in der Pragerstraße im Osten Leipzig, das HIMALAYA in der Wigandstraße im Südwesten der Stadt und GANESHA auf der Karl-Liebknecht-Straße im Süden nicht nur Curry, Dal, und Lassi an sondern auch Pizza und Pasta und noch einiges mehr. Von solchen Allroundern lasse ich persönlich lieber die Finger bzw. das Besteck. Einerseits kann die Vielzahl der Zutaten unmöglich Frisch sein, zum anderen kann selbst der beste Koch keine Spezialitäten aus zig verschiedenen Ländern zubereiten.

 

Mein letzter Besuch eines Indischen Restaurants liegt schon ein Weilchen zurück, April 2010. Wurde nach fast genau 6 Jahren also echt mal wieder Zeit. Vom SAFRAN auf der Karl-Liebknecht-Straße, liebevoll KARLI genannt, hörten wir in der Vergangenheit immer wieder nur gutes. Zeit es selbst mal zu testen.

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Am besten nutzt man den öffentlichen Nahverkehr – mit der Straßenbahn Linie 10 Richtung Lösnig und 11 Richtung Markkleeberg-Ost bis Haltestelle Südplatz. Mit dem Auto wird es ziemlich schwer einen Parkplatz zu finden. Das kleine Restaurant, welches auch ausliefert, hat im Untergeschoss ca. 40 Sitzplätze und für den Fall das diese nicht reichen befinden sich weitere Plätze im Obergeschoss. Im Sommer wird davon allerdings abgeraten oben Platz zu nehmen, es sei denn man möchte auch das Klima Indiens spüren.

 

Wir wählten einen freien 4er Tisch am Fenster, dort kann man während des Essens wunderbar das bunte Treiben auf der Karli beobachten. Einzig ein wenig unschön ist ein Haufen Kabel für die bunten Leuchttafeln im Fenster. Auch nicht ungefährlich sind 2 aus der Wand ragende Rohre welche mal eine Heizung mit Wasser versorgten. Die bunten Schalen im Schaufenster sind übrigens, wie sich später herausstellte,  Eisbecher.

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Die Inneneinrichtung erinnert zu Teilen an einen indischen Palast und zum anderen Teil an Bollywood. Die Musik tut ihr übriges. Der Service ist aufmerksam, schnell und sehr freundlich. Die Küche scheint schon zu wissen welche Speisen gleich bestellt werden, wir mussten auf unser Essen kaum warten. Meine Frau entschied sich für Tamater Shorba, eine Tomatensuppe und dazu ein Naan Brot mit Butter. Ich mag Lamm und wählte Aloo Ghosht (Lammcurry mit Kartoffeln, Ingwer, Koriander und indischen Gewürzen). Das Lammcurry wird mit Reis serviert, was zusammen mit den Kartoffelwürfeln zu einem ungewohnten Foodpairing führt. Für 2 von 3 Chilis als Schärfeindikator empfand ich das Curry dennoch nur als gut gewürzt. Ob in Indien auch eine Salatbeilage auf dem Teller liegt glaube ich nicht und ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Begleitende Getränke waren 2 indische Lagerbier – Cobrabeer und Kingfisher. Den Abschluss bildeten leckere Mangocreme und Kulfi (Indisches Eis mit Milch, Safranblüten, Pistatzien und Kardamom) welches in einem keinen Tonschälchen serviert wird die dann leer im Schaufenster stehen.

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Das Preis- Leistungsverhältnis im Safran ist gut. Das Rein- und Raus der Lieferboten stört ein wenig, lässt sich wohl aber nicht ändern. Alles in allem sind wir satt und zufrieden nach Hause gefahren.

 

 

Safran Indian Garden
Karl-Liebknecht-Straße 57
04107 Leipzig
www.safran.leipzig.com

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